Träume sind nur etwas für Spinner. Echt jetzt?

Die Funktion vom Träumen

Da ich am 20.3.2022 als Impulsrednerin bei Monica Deters‘ großartiger Aktion „Million Dreams“ (million-dreams.de) dabei bin, habe ich mich die letzten Wochen ausführlich mit dem Thema „Träume“ beschäftigt.

Wissenschaftlich betrachtet haben Träume unterschiedliche Funktionen. Je nachdem welche Disziplin sich mit ihnen beschäftigt, geht man davon aus, dass sie z.B.

  • Überbleibsel der Evolution ohne Funktion
  • Wunscherfüller
  • Kompensatoren
  • Bereiniger bzw. Problemlöser sind.

Das sind die Träume, die uns während unseres Schlafs begleiten. Ich bin der Meinung, dass diese Art von Träumen sehr wichtig für uns Menschen ist. Egal aus welchem der oben genannten Gründe.

Ich möchte hier allerdings nicht über diese Art von Träumen, sondern über die Tagträume schreiben. Das sind die Träume, die uns begegnen, wenn wir uns einfach einmal zurücklehnen und unseren Kopf ausschalten und ins Gefühl gehen. Die Träume, die wir für unser Leben und unser Sein haben.
Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass es dazu durchaus unterschiedliche Meinungen gibt. Ohne hier zu sehr ins wissenschaftliche Detail zu gehen, gibt es Forscher, die herausgefunden haben, dass zu extensives – sogenanntes maladaptives – Tagträumen, dazu führen kann, die Realität zu vernachlässigen und dadurch z.B. unsere Beziehungen nach außen negativ zu beeinflussen (doi.org/10.3389/fpsyt.2018.00194).

Umgekehrt gibt es aber auch Studien, die zeigen, dass Tagträume zu einer verbesserten Vernetzung verschiedener Hirnareale und gesteigerter Intelligenz und Kreativität führen. Außerdem kommen Tagträumer schneller zum Ziel (doi.org/10.3389/fpsyt.2018.00194).

Wer träumt und wer nicht
Gerade aus meinem wissenschaftlichen Umfeld höre ich immer wieder: „Träume sind doch etwas für unrealistische Spinner. Wir sind doch Wissenschaftler und Realisten, die wissen, dass man mit Träumen nicht zum Ziel kommt.“ Außerdem ist die Zeit in der Wissenschaft ja sowieso einer der meistgehüteten Schätze. Da kann man sich einfach nicht erlauben, die Zeit mit Sinnlosem zu verschwenden. Diesen Menschen möchte ich gern etwas mitgeben. Nämlich, dass einer unserer größten Wissenschaftler ein Riesenfan vom Tagträumen und selbst bekennender Tagträumer war. Und zwar Albert Einstein. Und wenn wir sein Lebenswerk anschauen, da können wir hier doch eindeutig festhalten: Tagträumen führt zu genialen, weltverändernden Ideen.

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Oft merke ich auch, dass das eigentlich Ausreden sind. Dass es viele Menschen gibt, die sich einfach nicht trauen, zu träumen. Vielleicht haben sie schlechte Erfahrungen gemacht. Schlechte Erfahrungen in dem Sinn, dass sie einmal Träume hatten, die sich aber nicht erfüllt haben. Auch wenn sie es immer wieder versucht haben. Deshalb lassen sie das mit dem Träumen dann lieber. Dann fallen sie auch nicht so tief, wenn sie wieder einmal enttäuscht werden. Also so etwas wie ein Schutzmechanismus. Hier ist meine Sicht, dass Träume, die nicht Erfüllung gehen, einfach nicht die richtigen/wahren Träume sind.

Traum und Seele
Und damit bin ich auch schon bei meiner Sicht auf das Träumen:
Unsere Tagträume sind der Ausdruck unserer Seele.
Wie ihr vielleicht wisst, beschäftige ich mich schon länger mit der Seele des Menschen. Hierzu findest du einen eigenen Blogartikel auf dieser Seite. Hier deshalb nur kurz. In meinen Augen ist der Mensch ganzheitlich zu betrachten. Das bedeutet, der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Den Körper kennen wir alle, weil wir ihn sehen und anfassen können. Der Geist ist für die meisten von uns auch sehr gut wahrnehmbar. Das ist der, der uns auf rationaler Ebene den Weg zeigt und mit dem wir meist unsere Entscheidungen treffen. Die Seele ist vielleicht für die von uns, die sehr religiös oder spirituell unterwegs sind, durchaus auch ein Begriff. Sie ist allerdings von den drei Ebenen diejenige, die uns am wenigsten zugänglich ist. Und das ist sehr schade, weil sie die klarste, objektivste Ebene ist und die, die uns ohne zu werten, dahin führt, wo es für uns gut und richtig ist.
Für mich ist sie daher die Essenz des Menschen.
Eine Möglichkeit der Seele, sich uns gegenüber klar auszudrücken, sind unsere (wahren) Träume. Wenn wir aber nicht an unsere Träume glauben, sie unterdrücken und ihnen die Erlaubnis verweigern, dasein zu dürfen, dann arbeiten wir gegen unsere eigene Seele an. Das macht auf die Dauer leer, unglücklich und krank. Umgekehrt ausgedrückt – wenn wir mit unserer Seele verbunden sind, kann uns so schnell nichts umpusten. Wir sind stark und frei, weil wir in unserem Sinne unser Leben leben.

Das Träumen hat für mich aber noch einen anderen Aspekt, der über die oben beschriebene individuelle Ebene hinausgeht. Träumen ist auch für uns Menschen als Kollektiv und damit für unsere Welt unfassbar wichtig. Nur durch unser aller Träume, ist es möglich, die Welt wirklich nachhaltig und im Sinne der Menschen und der Menschlichkeit zu verändern. Also letztlich im Sinne unserer Seele eine Welt zu schaffen, die für uns lebenswert ist. Wenn wir alle unsere wahren Träume kennen, sie erlauben, sie fühlen, sie in die Welt schicken, damit sie sich dort andere Menschen suchen können, mit denen sie gemeinsam wirken und sich verstärken, dann wird das unweigerlich zu einer Veränderung der Welt im positiven Sinn führen.

Jetzt kannst du sagen „Naja, das klingt aber nach zu viel Träumerei und einer verklärten Sicht auf die Welt.“ Aber – wie oben schon gesagt, gibt es einige Beispiele für bekennende Tagträumer, die unsere Welt verändert haben – Albert Einstein, Yoko Ono, Nelson Mandela, Martin Luther King sind nur einige davon. Ich selbst bin auch ein, wenn auch zugegebenermaßen nicht ganz so berühmtes, Beispiel.

Ich kann ganz klar sagen, dass die Träume, von denen ich mir erlaubt habe, dass sie mein Wegweiser sind, tatsächlich in Erfüllung gegangen sind. Das führt allerdings an dieser Stelle zu weit und ist vielleicht einmal Thema für einen weiteren Blogartikel.

Und so werden deine Träume wahr

Träume

  • sind die Wegweiser für dein Leben.
  • wollen deine Erlaubnis haben, da zu sein.
  • wollen groß sein dürfen.
  • wollen von dir gefühlt werden.
  • wollen Freude machen.
  • wollen herausgelockt werden.
  • wollen in die Welt gebracht werden.

Und Träume werden dadurch wahr, dass du sie dir erlaubst, sie fühlst und sie lebst (aus Prof. Dr. Katrin Marcus, Monica Deters, Der große Coach Guide – wie deine Träume wirklich wahr werden).

Wenn du Lust auf deine Träume hast, dann lade ich dich hier auf eine gemeinsame Traumreise ein.

Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.
Eleanor Roosevelt

 

Über mich

Lass dich inspirieren. Öffne dich für neue Perspektiven. Erforsche was alles in dir steckt.

Mit meinen Inspirationen möchte ich dich an dich selbst erinnern. Daran, was da tief in deinem Inneren schlummert und gern gehört, gefühlt und (wieder)entdeckt werden möchte.

Ich wünsche dir viel Freude bei deinem Perspektivwechsel und bei deiner Forschungsreise.

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